Die Entwicklung des Geiseltalsees

Blick vom Hafen

Das größte Tagebaurestloch mit seiner beeindruckenden landschaftlichen Umgebung ist der Geiseltalsee. Mit einer Wasserfläche von 1840 ha ist der Geiseltalsee der größte See des Landes Sachsen Anhalts und der größte künstliche See in Europa.

Hier die Eckdaten:

Wasserfläche Tiefe Länge Breite Wasservolumen Uferlänge
ca. 19 km²
max. 80 m
7,3 km
3,5 km
ca. 423 Mio m³
41 km


Die Flutung:

Der 30. Juni 2003 war ein historisches Datum für die Entwicklung des Geiseltalsees und der gesamten umliegenden Region. Tausende Geiseltaler und viele Ehrengäste haben das Ereignis des Flutungsbeginns auf dem improvisierten Festplatz bei Mücheln-Stöbnitz miterlebt. Der Einlauf des Wassers war bei der Flutung des wesentlich kleineren Rundstedter Sees zwar spektakulärer, und man stand damals am 22.05.01 direkt am Einlauf. Diesmal waren die Zuchauer ca.1 km vom Wasserzulauf entfernt und das Wasser sprudelte als Fontäne zwischen einem Steinhaufen unterhalb der Klobikauer Halde hervor.
Dennoch kam echte Feststimmung auf als die lang ersehnte Flutung (mehrmals verschobene Termine) endlich begann. Der kleine Jan aus Braunsbedra und Ministerpräsident Böhmer gaben den Befehl: "Wasser marsch!" Das Wasser kam vom Wasserwerk Daspig der Infra Leuna aus der Saale (vorgereinigt) über eine 17,8 km lange Leitung von 1400 mm Durchmesser zur östlichen Flutungsstelle. Jährlich wurden 70 mio cbm Saale Wasser eingeleitet, d.h. etwa 2,2 cbm/s. Der Wasserspiegel musste + 98 mNN erreichen, damit die Geisel, die den See durchfließt, bei Frankleben zur Saale weiterfließen kann.

Nach fast 8 Jahren, am 29.04.2011 war es dann geschafft. Symbolisch tauften die Bürgermeister der Anrainerstädte Braunsbedra, Mücheln und Bad Lauchstädt (Herr Schmitz, Herr Wurzel, Frau Niewiadoma) den fertig gefluteten Geisletalsee. Schließlich sollte es noch über ein Jahr dauern, bis der See für eine touristische Nutzung freigegeben wurde. Am 11. August 2012 feierten hunderte Besucher an der Marina in Mücheln die Teilfreigabe des Sees für den Bereich Mücheln. Für die endgültige Freigabe des Geiseltalsees stehen momentan noch die Ergebnisse der Standsicherungsgutachten der Böschungsbereiche aus. Die vorläufige Nutzung des Sees ist in der Allgemeinverfügung des Landkreises Saalekreis geregelt. Grund für das langwierige Zulassungsverfahren ist die Katastrophe vom Nachterstedt im Juli 2009. Dabei starben bei einer Böschungsrutschung am Concordia See 3 Menschen.

Anfang 2010 erfolgte der erste Spatenstich zum Fördervorhaben "Errichtung Seebrücke und Erschließung eines Sondergebietes" am Südufer des Geiseltalsees. Die damit verbundene Planung umfasst für den Standort in Braunsbedra nach Fertigstellung der Arbeiten verschiedene touristische Anziehungspunkte und Entwicklungsbereiche. Die Errichtung einer Tourismusinformation und einer in ihrer Art einmaligen Seebrücke sowie eines Segelhafens und eines Badebereiches mit Wachstützpunkt sind nur einige geplante Vorhaben. Diese sollen dazu beitragen, den seit Ende April 2011 vollständig gefluteten Geiseltalsee zu einem Erholungsstandort im Land Sachsen-Anhalt zu etablieren. Bereits jetzt können Wanderer, Radfahrer und Skater den ca. 30 km langen, vollständig asphaltierten Rundweg um den See und die verschiedenen Verweilpunkte am Weg nutzen. Gastronomische Einrichtungen, Unterkünfte und Fahrradausleihstationen bilden eine optimale Grundlage für eine aktive Freizeitgestaltung. Haben wir Ihr Interesse geweckt, dann machen Sie sich selbst ein Bild von dem Ausmaß des Geiseltalsees und seiner landschaftlichen Schönheit von einem der Aussichtstürme im Bereich Neumark, Stöbnitz oder Klobikau.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.geiseltalsee.de und
www.geiseltalsee-ifv.de.

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