Liebe Brausbedraerinnen und Braunsbedraer,

Bürgermeister Steffen Schmitz
ich wünsche Ihnen ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2018. Ich hoffe, Sie haben den Jahreswechsel gut verbracht und können sich nun den Aufgaben des neuen Jahres widmen.
Ich möchte Ihnen, in einem kurzen Rückblick, einige wichtige Themen und Ereignisse des letzten Jahres noch einmal vor Augen führen, bevor ich einen kleinen Ausblick wage, was 2018 vor uns liegt.

Die Stadt Braunsbedra hat im Jahr 2017 einen Meilenstein in der Entwicklung des Geiseltales erreicht. Nach siebenjähriger Bauzeit mit vielen Höhen und Tiefen konnte unsere Marina Braunsbedra fertiggestellt und seiner Bestimmung übergeben werden. Wir haben damit ein Kleinod geschaffen, welches zahlreiche Touristen anlockt, aber besonders auch für uns alle eine Steigerung der Lebensqualität darstellt. Wo sonst kann man nach getaner Arbeit auf der Seebrücke den Abend genießen. Diese Investition zahlt sich schon dadurch aus und man kann es nicht oft genug sagen - Investitionen in den Tourismus kommen direkt auch unserer Bevölkerung zugute und steigern den Wert unserer Stadt als Wohnstandort. So konnte sich auch die feierliche Eröffnung in Verbindung mit unserem jährlichen Stadtfest sehen lassen, die ein besonderer Höhepunkt für die Braunsbedraer und unsere Gäste war.

Seither ist das Hafengelände auch wegen der Strandbar und der Tourismusinformation ein beliebter Anziehungspunkt. Die erste Regatta hat stattgefunden, die Hochschule Merseburg veranstaltete ein Bildungsfest und der Hafen hat sich als Hochzeitsambiente und beliebtes Fotomotiv etabliert.

Unsere Hasse GmbH betreibt die Liegeplätze und hat bereits im ersten Jahr eine beachtliche Zahl an Booten in den Hafen geholt. Die Aussichten für 2018 zeugen von einer weiter deutlich steigenden Zahl an Booten im Hafen. Damit wird das maritime Flair gefestigt und das Erleben am Hafen immer attraktiver.

Es geht also voran im Geiseltal. Das passiert nicht nur in Braunsbedra, sondern alle Anrainer ziehen gemeinsam an einem Strang. In unserem Verbund Geiseltalsee haben wir gemeinsam im letzten Jahr den Masterplan weiter untersetzt und auch die Hotelstandorte näher beleuchtet. Woran wir noch weiter arbeiten müssen, ist die Schaffung einer gemeinsamen Plattform für die Akteure am See, in der wir uns zu den Angeboten absprechen und gemeinsam nach außen auftreten.


Wie in den Jahren zuvor war das Leben in der Stadt geprägt von zahlreichen und vielfältigen Veranstaltungen, die im Wesentlichen von unseren Vereinen und engagierten Unternehmen getragen wurden. An dieser Stelle ist es mir ein Bedürfnis, den vielen ehrenamtlich tätigen Menschen zu danken, die ihre Freizeit damit verbringen, der Allgemeinheit zu dienen und das bunte Leben in unserer Stadt zu ermöglichen.
Die Stadt Braunsbedra stellt im Rahmen ihrer Möglichkeiten Räume für die Vereinsarbeit zur Verfügung, was besonders auch für die Sportvereine von Bedeutung ist, die einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben leisten, besonders für Kinder und Jugendliche. Was mit diesem Engagement auf die Beine gestellt werden kann, zeigt das Beispiel der Landesspielfeste der Volleyballjugend eindrucksvoll. Das 25. Landesspielfest im letzten Jahr stellte erneut Rekorde auf hinsichtlich der Teilnehmerzahlen und der absolvierten Spiele. Die über 2.000 Teilnehmer werden das Spielfest noch lange in guter Erinnerung behalten. Leider war es auch ein Abschied aus Braunsbedra. Aber die Verantwortlichen und die vielen Helfer haben erneut grandiose Arbeit geleistet und unzählige Stunden investiert, damit eine erneute Steigerung zum Vorjahr möglich wird. Dieses langjährige hohe Engagement hat den Stadtrat der Stadt Braunsbedra dazu veranlasst, dem Organisationsteam und den Helfern der Spielfeste die Ehrenurkunde der Stadt Braunsbedra zu verleihen.

Eine besondere Auszeichnung konnte auch Frau Dr. Patz für ihr Engagement um den Erhalt und die Belebung der Zentralwerkstatt Pfännerhall in Empfang nehmen. Sie erhielt von unserem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz am Bande. Dazu gratuliere ich Frau Dr. Patz ganz herzlich und danke ihr und ihren Mitstreitern dafür, dass wir heute ein solches Kleinod in unserer Stadt haben.

Wie wichtig die Vereine für das Leben in unserer Stadt sind, hat auch unsere Geiseltaler Wohnungsgesellschaft erkannt. Das soziale Umfeld und die Bindung der Bevölkerung an ihre Heimat sind die Gründe, die Menschen dazu bewegen zu uns zu ziehen bzw. hier zu bleiben. Dies wird im Wesentlichen von unseren Vereinen erreicht. Das hat die GW erkannt und hat ein Förderprogramm für die Arbeit unserer Vereine initiiert. Mit der GW und der Stadt können sich die Vereine aus Braunsbedra auf eine breite Unterstützung verlassen. Das ist wichtig und muss erhalten bleiben.
Ebenfalls von der GW unterstützt wurden die Kameraden unserer Feuerwehr. Dafür danke ich der GW besonders, denn unsere Kameraden leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben, sondern retten, löschen und helfen in allen Lebenslagen. Dafür kann man ihnen nicht oft genug danken.
Wir versuchen im Rahmen unserer Möglichkeiten für eine ordentliche Ausstattung zu sorgen. Mit dem Anbau an unser Feuerwehrdepot in Braunsbedra sind wir hier ein großes Stück weiter gekommen. Der Anbau wird im September 2018 fertig gestellt werden, die Kameraden freuen sich aber schon jetzt über jeden Baufortschritt. So konnten wir im Herbst das Richtfest mit unseren Kameraden feiern und man kann jetzt schon gut erkennen, wie das Gebäude später sein wird.
Auch ein Mannschaftstransportwagen für Krumpa konnte angeschafft werden, der in den nächsten Wochen auch in Dienst gestellt wird.

Durch die Förderung der GW ist es nun möglich, nicht nur die Ausstattung sondern noch mehr als bisher die Kameradschaft zu pflegen. Dieser Punkt ist ebenso wichtig, wie ein funktionierendes Einsatzfahrzeug, denn nur so können sich die Kameraden in jeder Lage blind aufeinander verlassen.
Ebenfalls von existenzieller Bedeutung ist die Mitgliedergewinnung für unsere Einsatzabteilungen. In Frankleben hatten wir im letzten Jahr Probleme, weil es kaum noch Freiwillige gibt, die sich dieser anspruchsvollen Aufgabe widmen wollen. Dieses Problem gibt es auch andernorts und besonders in Bereichen, in denen die soziale Struktur und das Vereinsleben nicht so stark ausgeprägt sind. In Frankleben sind nach der politischen Wende einige gesellschaftliche Anker weggebrochen, wie das Stahlwerk, die Sekundarschule, später auch die Grundschule. Wir müssen dafür sorgen, dass sich die Menschen nicht abgehängt fühlen und wir müssen Bindungen schaffen. Deshalb hat der Stadtrat entschieden, in Frankleben eine neue Handballhalle zu errichten. Der Sportverein ist, wie in den meisten Orten, eine feste Größe im gesellschaftlichen Miteinander und ist daher zu erhalten. Nur wenn wir es schaffen, aus der Bevölkerung eine Gemeinschaft zu machen, können wir auch auf Ehrenamtliche hoffen, die sich für die Gemeinschaft einsetzen.

Wie intensiv solche ehrenamtliche Arbeit aussehen kann, können wir derzeit im Rahmen unserer Bildungsstadt Braunsbedra erleben. Dort haben sich sehr engagierte Eltern mit Erzieherinnen, Leiterinnen von Kindertagesstätten, Lehrern und Behörden zusammengefunden und gestalten gemeinsam die gegenseitige Zusammenarbeit mit dem Ziel, unseren Kindern einen möglichst reibungslosen Schuleintritt zu ermöglichen. Hier werden wertvolle Arbeitsgrundlagen und Hilfsmittel geschaffen, die letztlich der Entwicklung unserer Kinder dienen. Auch die Hochschule Merseburg hat sich in einem Seminar mit dem Übergang von der Kita zur Grundschule in Braunsbedra befasst und uns dabei unterstützt. Ich danke allen Aktiven in diesem Bereich für die engagierte und konstruktive Arbeit.

Nahezu allein aus privatem Engagement heraus hat sich zudem im vergangenen Jahr ein Jugendclub etabliert. Hier haben sich interessierte und aktive Eltern ein Herz gefasst und einfach begonnen. Der Erfolg gab ihnen Recht. Nun müssen wir gemeinsam versuchen, verlässliche Strukturen des Betriebs zu schaffen, denn den Kindern und Jugendlichen in Braunsbedra fehlt ein solches Angebot und wir sollten versuchen, es langfristig zu sichern.


Wir hatten viele ehrenamtliche Aktivitäten, aber auch die Stadtverwaltung war nicht untätig. Auch hier nimmt die Arbeit für die Kinder und Jugendlichen einen wichtigen Stellenwert ein. So konnten wir im letzten Jahr, nicht zuletzt auch dank der guten Arbeit unserer Erzieherinnen, die Kitabeiträge in einigen Betreuungsstufen sogar senken. Damit bewegen wir uns entgegen dem Landestrend und konnten unsere Position als Kommune mit den niedrigsten Kitabeiträgen im Saalekreis weiter festigen. Unseren Familien steht damit ein größerer Teil ihres Einkommens zum Leben zur Verfügung. Es lohnt sich daher als Familie in Braunsbedra zu leben.

Die Kitabeiträge zu senken war im Übrigen keineswegs selbstverständlich, denn die finanzielle Ausstattung der Kommunen ist nach wie vor unzureichend. Im Bereich unserer Hebesätze mussten wir aus diesem Grund erstmals seit 20 Jahren Erhöhungen vornehmen, konnten das aber durch das gute Wirtschaften in den letzten Jahren moderat gestalten. Wir wollen auch weiter solide wirtschaften und unserer Nachwelt keine Schuldenberge hinterlassen. Braunsbedra ist nach wie vor schuldenfrei und wir kommen auch im neuen Jahr ohne neue Kredite aus. Die Basis unserer Haushaltsbetrachtungen ist unsere Eröffnungsbilanz, die wir nach jahrelangen aufwendigen Arbeiten, welche neben dem Tagesgeschäft erfüllt werden mussten, endlich im Frühjahr 2017 erstellt hatten. Daraufhin konnten wir für 2017 und später auch für 2018 jeweils ausgeglichene Haushaltspläne vorlegen. Was so einfach klingt, sind monatelange Prozesse der gesamten Verwaltung, besonders aber der Kämmerei. Ich danke meinen Mitarbeitern für die Bewältigung dieses Kraftaktes.

Es ist aber auch gebaut und erneuert worden im letzten Jahr. Neben dem Anbau an unser Feuerwehrdepot und dem Hafen haben wir kleinere Sanierungen in den Kitas und Grundschulen durchgeführt, neue Spielgeräte aufgebaut und die Fassade der Feuerwehr Leiha erneuert. Auch die Planung der Sporthalle in Frankleben im Zusammenhang mit der Beantragung der Fördermittel ging weiter. Hier erreichte uns die Bewilligung des vorzeitigen Maßnahmenbeginns, was als positives Zeichen auf die spätere Förderung gesehen werden kann.

Wir haben darüber hinaus mit der Sanierung unserer Radwege begonnen, was eine wichtige aber auch sehr umfangreiche Aufgabe für die nächsten Jahre darstellt. Die Niederschlagswasserkanalisation in der Parksiedlung wurde weiter gebaut und verschiedene Brücke wurden saniert.
Die Planungen für die Umgestaltung der Geiseltalstraße sind ebenfalls weiter vorangeschritten.

Außerdem haben wir die rechtlichen Grundlagen für eine weitere Belebung unseres Stadtzentrums geschaffen. Der Eigentümer möchte hier weitere Fachmärkte ansiedeln. Damit stärken wir unser Stadtzentrum und halten die notwendigen Versorgungseinrichtungen zentral und erreichbar für unsere Bevölkerung vor.

Eine wichtige Entscheidung für das Geiseltal hatte unser ZWAG im letzten Jahr zu treffen. Nach langen Vorüberlegungen und Variantenvergleichen hat sich die Verbandsversammlung für einen Anschluss an das Fernwassernetz von Elbaue und Ostharz entschieden, das uns voraussichtlich ab 2023 mit weichem Wasser versorgen soll. Viele Vorarbeiten sind bereits erledigt, aber ein Großteil liegt noch vor uns. Der ZWAG hat sich in den letzten Jahren als verlässlicher und günstiger Versorger etabliert, so dass ich keinen Zweifel daran habe, dass auch diese Umstellung fast reibungslos vollzogen wird. Ich danke dem ZWAG und seinen Mitarbeitern für ihre engagierte Arbeit und Unterstützung.


Auch unsere anderen Gesellschaften haben in ihren Bereichen weiter im Sinne unserer Stadt gearbeitet. Besonders danke möchte ich Herrn Nöckel, der sich nach vielen Jahren aus dem geschäftlichen Bereich zurückgezogen hat. Ich wünsche seinem Nachfolger Herrn Wolter alles Gute, viel Erfolg und auch das Quäntchen Glück, was man ab und an braucht.

Ein Projekt liegt mir, bezogen auf unsere Unternehmen, besonders am Herzen. Seit ein paar Jahren planen wir gemeinsam mit unserem Pflegeheim und unserer Wohnungsgesellschaft ein neues Gebäude für betreutes Wohnen und Tagespflegeangebote. Hier bündeln wir unsere Kompetenzen und decken einen nach wie vor großen Bedarf in unserer Stadt. Mittlerweile ist auch unsere EWAG beteiligt und der Stadtrat hat seine Rückendeckung beschlossen. Ich freue mich schon darauf, diese neuen Angebote besonders auch unserer älteren Bevölkerung unterbreiten zu können. Der geplante Standort neben unserem Pflegeheim ist nah am Stadtzentrum und eignet sich daher sehr gut für dieses Projekt.

Was erwartet uns im neuen Jahr? Neben einigen Projekten, die ich schon angesprochen hatte, können wir im Jahr 2018 den 25. Jahrestag der Verleihung unseres Stadtrechtes feiern. Außerdem werden uns wieder einige Baumaßnahmen beschäftigen. Die Sanierung der Kita Benjamin Blümchen in Krumpa wird fertig gestellt. Die Kita Seepferdchen in Großkayna erhält eine neue Fassade. In der Kita Glück Auf in Neumark wird der 2. Bauabschnitt der Badsanierungen durchgeführt und das Dach der Kita Steppke in Braunsbedra wird repariert.
Außerdem wird die Bahnhofstraße in Frankleben grundhaft erneuert und die Werkstraße in Großkayna gebaut. Wir beginnen darüber hinaus mit dem barrierefreien Umbau von Bushaltestellen im Stadtgebiet.
Das Schülerfreizeitzentrum soll einen Ersatz für die abgebaute Halfpipe erhalten, hier sollen aber die Jugendlichen mitbestimmen, damit wir an einem konkreten Beispiel Demokratie veranschaulichen können und gleichzeitig nicht an deren Wünschen vorbei planen.


Nach der Bundestagswahl wurde viel diskutiert darüber, dass die Politik ihren Bezug zu den Menschen verloren hat. Ich denke, meine Ausführungen zeigen, dass wir hier vor Ort zum Wohle unserer Bürger und unserer Stadt agieren. Ich danke an dieser Stelle dem Stadtrat der Stadt Braunsbedra, dass er diese Politik ebenfalls vertritt und stützt.


Ich möchte besonders meinen Mitarbeitern in der Verwaltung, der Stadttechnik, unseren Einrichtungen und unseren Gesellschaften für Ihre Arbeit im letzten Jahr danken. Sie engagieren sich Tag für Tag um ihre Arbeit vernünftig zu erledigen und den Mangel an Mitteln und Personal zu kompensieren.


Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesundes, glückliches und erfolgreiches neues Jahr. Lassen Sie uns das Jahr 2018 gemeinsam gestalten!


Ein herzliches Glück Auf

Ihr Bürgermeister Steffen Schmitz

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